Glossar

Absaugkatheter

Ein dünner, flexibler Kunststoffschlauch, der als Hilfsmittel während des Absaugens von Flüssigkeiten aus Rachen und Luftröhre zum Einsatz kommt.

Bolusgabe

Die zügige Verabreichung einer bestimmten Menge Flüssigkeit, z.B. Sondennahrung. Demgegenüber steht die »kontinuierliche Gabe«: Hier wird die Flüssigkeit peu à peu über einem Zeitraum von mehreren Stunden verabreicht. 

Dickdarm

Der Dickdarm beginnt hinter dem Dünndarm und hat eine Länge von etwa anderthalb Metern. Ab dem 5. Lebensjahr ist die Entwicklung des Darms abgeschlossen und Kinder- und Erwachsenendarm unterscheiden sich nicht mehr.  

Dislokation

Eine Verschiebung der Sonde. Sie könnte eine Gefahr darstellen, wenn die Sondenspitze sich z.B. durch Erbrechen in die Luftröhre verschiebt und Sondennahrung in die Lunge gerät.

Dünndarm

Der Dünndarm fängt direkt hinter dem Magenausgang an. Der Dünndarm hat eine Länge von 5 Metern und ist das größte Verdauungsorgan

Endoskop

Ein Endoskop ist ein mit Lichtquelle und kleinen Spiegeln versehenes Instrument zur Untersuchung von Hohlorganen und Körperhöhlen. 

Enterale/Parenterale Ernährung

Bei der enteralen Ernährung wird Flüssignahrung über Magen oder Darm mittels einer Sonde verabreicht. Bei der parenteralen Ernährung wird die Flüssignahrung über eine Vene mittels einer Infusion verabreicht, wodurch der Magen-Darm-Trakt komplett umgangen wird. 

Ernährungssonde

Ein dünner Schlauch, der abhängig vom Gesundheitszustand und den Bedürfnissen des Kindes entweder über die Nase oder direkt durch die Bauchdecke in den Magen oder in den Dünndarm gelegt wird. 

Ernährungstherapie

Bei einer Ernährungstherapie wird die Nahrung und damit die Nährstoffe unter Berücksichtigung der Stoffwechselprozesse im Körper, etwaiger Vorerkrankungen und des aktuellen Gesundheitszustands zusammengestellt.

Gastral

Von oder im Zusammenhang mit dem Magen.

Gastroenterologe

Ein Arzt, der sich auf Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts spezialisiert hat. Seine Kenntnisse beinhalten auch Funktion und Krankheitsbilder der mit dem MagenDarm-Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.

Gastrostoma

Eine durch die Bauchwand angelegte Öffnung, die direkt in den Magen führt. Das Anlegen eines Gastrostomas wird als Gastrostomie bezeichnet.

Granulationsgewebe (wildes Fleisch)

Bindegewebe (z.B. bei Wunden), das sich nach einiger Zeit zu Narbengewebe entwickelt. Bei Kindern, die eine perkutane Ernährungssonde haben, bildet sich dieses Gewebe oft am Stoma, da der Körper stetig versucht, die künstliche Öffnung zu schließen.

Intestinal

Von oder in Zusammenhang mit dem Darm.

Kochsalzlösung

In Wasser aufgelöstes Natriumchlorid, in der Notfallmedizin oft als Blutersatz benutzt. Zudem ist Kochsalzlösung ein wichtiger Bestandteil der Wundreinigung. Kochsalzlösung ist sehr gut zum Einweichen von Sekret geeignet und wird daher im Rahmen der Sondenpflege (beim gesunden Stoma) sehr oft zur Reinigung der Haut um die Sonde he-rum verwendet.

Nährstoffe

Nährstoffe sind Stoffe, die von allen Lebewesen mit der Nahrung aufgenommen und mit Hilfe des Stoffwechsels verarbeitet werden. Nährstoffe sind wichtig zur Erhaltung von Körpersubstanz, zur Energielieferung und zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Makronährstoffe sind Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, die der Energiezufuhr dienen. Darüber hinaus benötigt der Mensch auch Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe (z.B. Kochsalz) und Spurenelemente.

Perkutan

Durch die Haut.

pH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer bzw. basisch eine Lösung ist.

Radiologe

Ein Arzt, der sich auf bildgebende Verfahren z.B. das Röntgen, spezialisiert hat.

Refluxkrankheit (GERD)

Eine durch den Rückfluss von Mageninhalt ausgelöste, entzündliche Erkrankung der Speiseröhre (Ösophagus).

Sanitätshaus

Geschäfte, die Ware für die Gesundheitsversorgung und Pflege Kranker (z.B. Windeln, Sondennahrung, Verbandsmaterialien) verkaufen. Sie sind ein wichtiges Glied in der medizinischen Versorgungskette.

Schluckreflex

Der Schluckreflex ist eine nicht kontrollierbare Bewegung des menschlichen Körpers, die dafür sorgt, dass wir feste und flüssige Nahrung nicht durch die Luftröhre in die Lunge einatmen, sondern durch die Speiseröhre in den Magen. 

Sondennahrung

Sondennahrung ist eine künstlich hergestellte, vollwertige Nahrung, die im Rahmen einer künstlichen Ernährung zum Einsatz kommt. Sondennahrung ist flüssig und wird über den dünnen Schlauch einer Ernährungssonde in den Körper verabreicht. 

Stethoskop

Medizinisches Untersuchungsinstrument zum Abhören von Körpergeräuschen.

Stoma

Unter einem Stoma versteht man eine künstlich angelegte Körperöffnung. Im Bereich der enteralen Ernährung verweist es auf einen kleinen »Kanal«, der vom Magen oder Dünndarm nach außen an der Körperoberfläche führt. In diesem Kanal befindet sich die Sonde.

Transnasal

Über die Nase.

Verbandset

Ein steril verpacktes Päckchen mit allen Verbandsmaterialien, die für einen PEG- Verbandswechsel gebraucht werden, wieder vollständig erholt.